Standardsoftware, nicht immer ideal

Der Verkauf oder auch das Kostenlose zur Verfügung stellen von Programmen gehört seit Jahren zu den Bereichen, die ein kontinuierliches Wachstum aufweisen. Das hängt natürlich mit der immer höher werdenden Dichte an Endgeräten zusammen, wie Smartphones und Tablets, die dank ihrer Leistungsfähigkeit in der Lage sind, mehrere Programme gleichzeitig laufen zu lassen. Für diesen Markt der Endgeräte wie auch für den kommerziellen Bereich, etwa Bürosoftware oder Industrie-4.0-Anwendungen, werden ständig neue Programme geschrieben. Entweder auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten oder als individuelle Anwenderlösung. Hier sind es vor allem Unternehmen, die Software entwickeln lassen, die ihren Bedürfnissen entsprechen.

Standardprogramme auf unternehmerische Anforderungen einzustellen fällt nicht immer leicht. Selbst die Riesen in der Branche der Unternehmenssoftware können keine Eier legende Wollmilchsau anbieten. Dafür sind die verschiedenen Bereiche viel zu komplex. Sicherlich besteht eine Basisprogrammierung, aber abhängig von den Anforderungen benötigt jedes Standardprogramm weitere Bearbeitungsschritte, um den firmeninternen Vorgängen angepasst zu werden.

Komplexität hat zudem ihren Preis. Einmal in barer Münze und einmal in der Form der Anwendung. Letztlich arbeiten mit den Programmen keine Softwareentwickler, sondern meist Büroangestellte mit einer völlig anderen Ausbildung. In der Programmierung geht es also nicht nur darum, die unternehmerischen Vorgänge abzubilden, sondern auch darum, eine gewisse Anwenderfreundlichkeit herzustellen.

Eine weitere Problematik stellen die Schnittstellen zwischen einzelnen internen Anwendungen dar wie auch die, die zur Kommunikation mit anderen Unternehmen dienen. Viele Firmen besitzen in Bezug auf die IT eine teilweise über Jahrzehnte gewachsene Struktur, in der im Laufe der Zeit immer mehr Programme dazukamen, die teilweise nur in einer einzigen Abteilung laufen. Erfolgt nun beispielsweise die Umstellung auf ein übergreifendes ERP-System, gilt es nicht nur, die bisher angesammelten Daten in die neue Software zu überführen, auch die Mitarbeiter müssen geschult werden.

Gerade Insellösungen innerhalb eines Unternehmens sind sehr oft ein Knackpunkt bei der heute fast schon unbedingten Zertifizierung. Auf einem globalen Markt ist es schwierig für Firmen, erfolgreich unternehmerisch zu handeln, wenn die entsprechenden ISO-Zertifikate nicht vorhanden sind. Diese aber machen in der Regel eine übergreifende Softwarelösung notwendig.

Glücklicherweise finden sich auch in der IT zahlreiche Normen und Standards, etwa bei der Einrichtung von Schnittstellen. So lassen sich gezielt Programme entwickeln, die auf die jeweilige Unternehmensstruktur zugeschnitten sind, und trotzdem ist die Daten-Kommunikation mit anderen Programmen, und damit auch mit anderen Unternehmen, gewährleistet. Das hört sich jedoch wesentlich einfacher an, als es tatsächlich ist. Aufgrund der verschiedenen Programmiersprachen, und wiederum deren Individuallösungen, ist die Entwicklung individueller Software eine Sache für Profis, deren Einsatz sich aber bezahlt macht. Denn so können Schwierigkeiten, die mit Standardsoftware fast so sicher wie das Amen in der Kirche auftreten, vermieden werden.

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