WLAN mit Fritz!WLAN USB Stick V1.1 unter gentoo

Für meinen PVR (Personal Video Recorder) habe ich mir vor Kurzem einen WLAN USB Stick von AVM gegönnt. Der Stick liegt unter dreißig Euro und ist damit eine günstige Alternative dazu, jedesmal ein Kabel quer durchs Haus zu verlegen, wenn man mal eine Einstellung am Mini-PC vornehmen muss.

Ein paar Einschränkungen gibt es dennoch mit WLAN unter Linux. Der Stick ist bei mir mit der Kernelversion 2.6.22-r5 der gentoo-sources lauffähig. Spätere Versionen führen zu einem Kernel Ooops und damit zum Neustart des Systems. Ich verwende weder den ndiswrapper, noch den wpa_supplicant, da beide ebenfalls zu einem Systemabsturz führen. Auf die Verschlüsselung nach WPA und WPA2 muss man damit auch verzichten. Die Verschlüsselung mit WEP funktioniert allerdings tadellos.

Im Kernel sind natürlich die WLAN Funktionalitäten aktiviert und zwar soweit möglich als Modul, ergänzend sollte CONFIG_PAKET aktiviert sein. Anschließend werden die beiden Pakete wireless-tools und fwlanusb installiert. Dies geschieht mit:

Code:
emerge wireless-tools
ACCEPT_KEYWORDS="~x86" emerge fwlanusb

Es werden die Pakete net-wireless/fwlanusb-1.00.00 und net-wireless/wireless-tools-29 installiert.

Die Treiber für den Stick lädt man dann mit mordprobe fwlanusb. Ein Aufruf von iwconfig zeig, dass wlan device wurde gefunden (Name: wlan0). Der Befehl „iwlist wlan0 scan“ durchsucht die Luft nach verfügbaren Netzen und siehe da, der Nachbar und der Nachbar sind auch schon da.

Die automatische Konfiguration des WLAN Sticks erfolgt unter gentoo in der Datei /etc/conf.d/net

Code:
modules=( "iwconfig" )
key_MYESSID="[1] Schluessel1_in_hex key [1] enc open"
preferred_aps=( "MYESSID" )
config_wlan0=( "dhcp" )
dhcpcd_wlan0="-t 10"
essid_wlan0="MYESSID"

Dabei sollte man MYESSID durch die eigene ESSID ersetzen. und natürlich den gehimnisvollen Schlüssel auch. Wenn man nicht selbst kreativ werden möchte, kann man sich im Netz jede Menge Seiten ergogglen, die einen entsprechenden Schlüssel generieren (Suchworte: wep key generate). Abschließend sollte man noch im Verzeichnis /etc/init.d einen Link für das neue device erzeugen.

Code:
ln -sf /etc/init.d/net.lo /etc/init.d/net.wlan0

Jetzt nur noch /etc/init.d/net.wlan0 start absetzen und mit iwconfig den aktuellen Stauts angucken.

Code:
lo         no wireless extensions.
sit0      no wireless extensions.
eth0     no wireless extensions.
wlan0     IEEE 802.11b/g  ESSID:"MYESSID"
Mode:Managed  Channel:11  Access Point: EF:2C:B4:99:55:44
Encryption key:xxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xx   Security mode:open
Link Signal level=-63 dBm
Rx invalid nwid:0  Rx invalid crypt:0  Rx invalid frag:0
Tx excessive retries:0  Invalid misc:0   Missed beacon:0

Ganz so einfach, wie es hier klingt war es nicht. Ich habe lange gesucht bis ich herausgefunden hatte, dass es die Kernel-Version war, die für die ständigen Abbrüche gesorgt hat. In Abhängigkeit der Hardwarekonstellation kann es sicherlich noch die ein oder andere Herausforderung auf dem Weg zum WLAN mit dem Fritz!WLAN USB Stick V1.1 geben, die mir nicht begegnet ist. Auf meinem via epia me6000 belegt der USB-Port1 den gleichen Interrupt, wie die TV – Karte was zu interessanten Abstürzen geführt hat. Benutzt man den USB-Port2 funktioniert alles wie am Schnürchen. Die Interrupts kann man sich am einfachsten mit cat /proc/interrupts anschauen.

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